Von der Unmöglichkeit des Seins in zweierlei Hinsicht

 

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DU WILLST ES DOCH AUCH oder DAS ZELT DER SCHANDE

....und es war Sommer. Definitiv nicht das erste mal im Leben, aber das erste mal, dass man sich ernsthaft Sorgen darüber machte, ob der nächste Beziehungspartner der Letzte sei. Dieser durchaus erstrebenswerte Zustand (so, wie es uns die Gesellschaft suggeriert und die Hormone, die einen irgendwann furchtbar durchdrehen lassen) sollte aber noch eine Weile hinausgezögert werden, denn man will ja, da frisch getrennt, sich erstmal die "Hörner" abstoßen bzw. wieder anstoßen. Da die Internetrecherche bis Dato alles andere als erfolgreich abgelaufen war, beschloss man sich, auf der "freien Wildbahn" sein Glück zu versuchen.

Vor der eigenen Haustür sich umzuschauen, war in diesem Moment undenkbar, hatte man sich schließlich bereits einen fragwürdigen Ruf durch die "Isch bin eher so der haptische Typ" - Aktion erworben. Auch wenn es in der heutigen Zeit nicht unbedingt erstrebenswert erscheint, als ein Abbild der Jungfrau Maria zu gelten, ist es ebenso wenig wünschenswert, das leichte Mädchen von nebenan zu sein. Von daher war folgendes zu tun: Sich kundig über das nächste Festival zu machen, Verbündete zu suchen, die dieses mit einem aufsuchen wollen, welche aber, man sagt es nicht offen, eher Statisten in einem perfiden Komplott mit einem selber sind und sich, wenn alle Punkte erledigt, dorthin zu begeben. Festival und bereitwillige Begleiter ließen sich schnell finden.

Am zukünftigen "Tatort" angelangt, muss man erstmal sein temporäres Heim für die nächsten drei Tage aufbauen. Im Besitz eines "Old-school"-Zeltes, war der Akt des Aufbaus für die Übrigen bereits recht unterhaltsam, was sich später als recht ungeschickt herausstellte. War man bereits im Umfeld bekannt, wars auch hier mit der Anonymität ad Akta. Da das Festival allgemein als "Hippie-Zusammenkunft" verschrien war, wollte man sich dem gemeinen Publikum anpassen, um nicht weiter aufzufallen. Neben der prototypischen Haremshose hatte man sich entschieden, ein eigens zusammenkomponiertes Armband anzulegen, welches durch Glöckchen überzeugte. Auch dies stellte sich als verräterisches Indiz für die folgenden Ereignisse heraus. Je unauffälliger man sich verhalten will, desto imposanter, nicht zu verwechseln mit absoluter Beliebtheit, werden die Auftritte.

Es gab einen Fruchtwein-Stand. Ein Ort, der von allen gerne zur Kontaktaufnahme aufgesucht wurde. Da stand man nun, mit Fruchtwein, der leider nicht durch Geschmack überzeugte, aber durch Umdrehungen. Alles war schöner, vor allem das Gegenüber, welches auch zugleich Interesse bekundete. Giselle Bündchen und Brad Pitt hatten sich gefunden. Es würde sich im Laufe der Nacht allerdings noch herausstellen, das Brat das Gemüt von Jack the Ripper hatte....Das Verbalisieren wurde diesmal nicht versäumt, auch das prophylaktische Knutschen musste nicht erst eingefordert werden, da es bereitwillig nach gelungener und zielführender Kommunikation von selbst mit einherging. Es wurde beschlossen, sich im Zelt intensiver kennen zu lernen.

Beste Sätze die fielen: (nachdem er etwas "ruppig" wurde) Sie(mit entrüsteter Stimmlage): "Mach mir bitte keine blauen Flecken." Er: "Warum, hast Du einen Freund?" (nachdem er versuchte, ihrem Hintern gefährlich nahe zu kommen) Er: "Du willst es doch auch!" Sie(mit bestimmter entrüsteter Stimme):"Äh..nein!!!" (nachdem er kund tat, dass er auf ihrer Brust ejakulieren wolle) Er:"Du willst es doch auch!" Sie(entschlossen, beinahe wütend):"Äh..nein!!!" (nachdem er den Drang verspürte, sie im Liebesakt zu würgen) Sie:"Lass den Unsinn!" Sie:"Du hast mir meine Sandalen kaputt gemacht." Er:"Oh, ich kauf dir neue!" (hat er nie getan, dieser verlogenen Unhold!) Anmerkung am Rande: Sie hatte das Armband an und es war verdammt laut. Vor dem Zelt lag eine Tüte, welche durchsichtig war, aber in der Nacht ungünstiger Weise nicht bemerkt wurde. In dieser Tüte wurde die Zeugnisse der wilden Verzweiflungstat entsorgt. Beschleunigung der Geschehnisse -- Der nächste Tag --- "Na, ne schöne Nacht gehabt? An deiner Stelle, würde ich das da woanders deponieren (der Finger zeigte dorthin, wo das Exponat, welches offenkundig nicht zur Kategorie avantgardistischer Kunst gehörte, lag). Na ja, man hatte für seinen Ruf gesorgt. Was blieb da einem anderes übrig, als auch die zwei weiteren Nächte mit Jack zu verbringen? Somit war man Festival-monogam und um einiges schlauer: Glöckchen-Armbänder sind in manchen Situationen ungünstig und man entsorgt Müll in Papiertüten, ist auch für die Umwelt besser!
12.1.15 20:27
 
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