Von der Unmöglichkeit des Seins in zweierlei Hinsicht

 

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Kuscheltourette

Die allgemeine Problematik, wenn man sich schon dem Umstand einer Beziehung "unterjocht", ist die Frage: Wann ist der richtige Zeitpunkt für die folgenden "tragenden" Worte? : "ICH LIEBE DICH" .. Sagt mans früh, ist man unüberlegt, sagt mans nach "Monaten" ists ein Zeichen für totale Sicherheit, sagt mans zu oft, meint mans nicht ernst (diverse Interpretationsansätze, man könne es immer weiterführen).

Wie der Kölner sagt: "Jeder Jeck ist anders". Von daher: Sags doch, wenn Du meinst, man solle es sagen, oder lass es. Sich ständig darüber Gedanken zu machen ist lediglich Quälerei. Zugegeben, es gibt falsche Momente, beispielsweise wenn der Partner gerade auf der Toilette zu gegen ist...sowas nennt man dann Scheiße^^ -- Macht man nicht, unangebracht. Die allgemeine Befürchtung, wenn mans zu früh sagen würde, ist ja gemeinhin die Annahme, der Partner könne sich dann verflüchtigen (wenn man ein "Mingle" ist, durchaus berechtigt...denn die Angst den Zustand zu variieren, zu ändern, dominiert -- allgemein hin.). Befindet man sich aber in einer "Beziehung" solle dieser Satz, nein, diese Beurkundung dieser absoluten Hingabe eine Selbstverständlichkeit sein und auch eher erfreuen, statt abzuschrecken, denn: "Beziehung" heißt: Ja, ich bekenne mich, ich bin gebunden..somit kein Problem.

---> An dieser Stelle ist anzumerken, dass unser "Subjekt" sich gerade im Single-Modus befindet.

Von den vergangenen Ereignisse desillusioniert, fast resigniert, begibt es sich in die örtliche Stammspilunke. Selbstverständlich ist man mit seiner besten Freundin und einem "Single-Kollegen", der das traurige Schicksal teilt, verabredet.

Hier sei erwähnt, dass das Etablissement, welches bei Tageslicht wohl kaum an Scheußlichkeit zu überbieten wäre (ein Zustand, den sich wohl alle Stammkneipen teilen), beinahe in totaler Dunkelheit den Gästen die gewünschten Getränke kredenzt.

Dort angekommen, meint man schon seine Mitstreiter entdeckt zu haben und man gesellt sich frohlockend dazu. Ohne sonstige Anstallten zu machen, wird einem das übliche flüssige Material zugestellt (darum liebt man diese Orte, man kennt einen, man darf nur den Wirt nicht verwirren, beispielsweise, wenn man auf einmal den Wunsch nach kalten klaren Wasser verspürt.)

Sich weitesgehend primär nur dem allgemeinen Ritual des Mosern hingegeben zu haben (Wie gehts? Och, ja...läuft...alles Mist), begibt sich die Kommunikationspartnerin auf die Toilette -- mutig, denn diese überzeugt selten dadurch, dass Handtücher oder Seife vorhanden wären. Nun kann man sich auch dem jungen Herren widmen, der mit an der Theke sitzt und den man derweil, mutmaßlich für den "Bekannten" gehalten zu haben, nur von der Seite gesehen hat.

Wir haben das Jahr 2012 und Bärte werden wieder populär. Diesem Prototypen entsprach dieser auch. Folglich: Irgendwie sahen zu dieser Zeit, in gedämpften Licht, alle gleich aus. Man unterhält sich. Irgendwann kommt der Satz: "Tut mir übrigens leid, dass ich mich nicht mehr gemeldet habe, aber, ich hatte zu viel zu tun." Unser Subjekt ist irritiert, erschrickt, kommt näher, guckt mal genauer und stößt ein "oh" aus. Es war "ES" (wir erinnern uns an das "haptische" Ereignis). "Peinlich, ich habe dich doch tatsächlich verwechselt." "Das habe ich gemerkt". Na ja, kurzes betroffenes Schweigen, dann ein latent irres Lachen, dem Wirten zuteil werden lassen, dass man noch ein Kaltgetränk haben möchte, der Freundin, die gerade von ihrer Odyssee des Schreckens wiedergekehrt ist mitteilen, dass es hier eine, scheinbar, lustige Verwechslung gab, Peinlichkeit überspielt, und alles nimmt weiter seinen Lauf.

Man entschließt sich den Ort zu wechseln um sich den Freuden des Tanzens hinzugeben. - BESCHLEUNIGUNG -

Dem Satz "Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment" wird nicht Folge geleistet, ist man doch ein "anständiges" Wesen und frönt selbst einer gewissen Monogamie bezüglich von One-Night-Stands. Früh morgendlich wird sich angekuschelt, fühlt sich offensichtlich überaus wohl und sagt spontan: "Ich liebe dich". --- "Es" hat gesprochen. Sie: "Bitte?" Er:"Och...nix...nix...."-- schlummert weiter. Sie lacht in sich hinein, denkt: "Wäre das mal einer Frau passiert, der Mann wäre schreiend weggelaufen." -- denn die nehmen, sei es evolutionsbegründet, nein, man wolle sich nicht auf ewig binden, sowas sicherlich nicht!!! mit Humor. Dem Subjekt ist die Nicht-Ernsthaftigkeit definitiv bewusst und das Wort "Kuscheltourette" ward geboren. Man steht auf, zieht sich an und verlässt den Ort.

Bester Satz der fiel: Ich liebe dich.
29.1.15 21:22
 
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