Von der Unmöglichkeit des Seins in zweierlei Hinsicht

 

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Von digitaler Nähe und analoger Entfremdung

Allgemein hin stellt man sich die Frage: Wie weit ist die virtuelle Realität in unseren Alltag eingedrungen oder vielmehr, ist sie derweil sogar von höherer Priorität als das tatsächliche Leben?

Wollte man früher nicht mit den MOFS in der Freizeit gesehen werden (und war dies dann doch der Fall, wurde sich kurzerhand entschlossen, die Person urplötzlich nicht mehr zu kennen oder gar für unwichtig zu erklären und man hat sich schleunigst aus dem Staub gemacht -- Kinder sind so), ist dieser Unzustand heute auch im Netz zu finden.

Der Protagonist hat sich in mühevoller Kleinarbeit einen Ruf aufgebaut, kennt er, so scheint es und so meint er, ausschließlich "schöne" Menschen (wie auch immer er das definieren mag). Wird er, nicht wie es einst gang und gebe war, in der Öffentlichkeit mit diesen, sondern derweil im sozialen Netzwerk"gesehen", achtet er genau darauf, wen oder was er kennt.

Fügte er einst eine Unbekannte aus einer Flirtbörse zu seinen "Freunden" auf Facebook hinzu, fühlte er sich plötzlich einem "Schönheitsdiskurs" unterjocht. Kannte er bis Dato nur den Kopf der Dame und einzelne Zeilen, welche er offenbar für gut empfand, sah er sich jetzt mit ihrer "Totalen" konfrontiert. Wurde sich anfänglich gut unterhalten, wurde die Person wort- bzw. schreiblos aus der Liste eliminiert. (Schien sie im körperlich nicht attraktiv genug, um sich wirklich zu treffen).

Dies erzählte er unverblühmt am Kaffeetisch. Auf die Frage hin, warum er sich denn direkt von ihr "trennte" ohne ein erklärendes Wort, meinte er:

"Stell dir mal vor, die liked irgendwas von mir, was sollen denn da bitte meine Freunde denken?"

Aus seiner Sicht absolut verständlich, logisch, konsequent, so ist das nun mal. Aus der Sicht unserer Protagonistin etwas fragwürdig --- wobei sie selbst sich sexuell belästigt fühlte, als ein "Wildfremder" sie anstupste.
3.8.15 06:12
 
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